Bereits als Kleinkind baute Ralph mit dem Material aus dem Technik-Baukasten keine
Kräne, sondern gitarrenähnliche Gebilde. Die Waschpulvertonnen seiner Mutter
verwandelten sich in ein Schlagzeug. Einer Plastikgitarre vom Jahrmarkt entlockte er
voller Freude die ersten Melodien. Bei Aufführungen in der Grundschule war er immer mit
Eifer dabei. Er wollte auf die Bühne…trotz Lampenfiebers…
Sein Schlüsselerlebnis allerdings hatte er, als sein Opa ihn im Alter von 9 Jahren zum
Soundcheck einer Tanzkapelle mitnahm. Das begeisterte ihn so sehr, dass er sofort
beschloss: „Ich werde Musiker!“
Mit 10 Jahren bekam er Orgelunterricht und stand mit 12 Jahren zum ersten Mal live auf
der Bühne. Er wollte immerzu Musik machen und so wurden seine Cousins, wann immer
er sie besuchte, dazu „genötigt“, mitzumachen. Außerdem gehörte seine Leidenschaft
dem Gesang. In Form von Improvisationen komponierte und textete er an der Orgel
eigene Songs. Die Inspirationen dazu saugte er aus dem breiten Spektrum alter und zu
der Zeit entstehenden neuen Musikrichtungen und Stile geradezu auf. Dazu gehörten u.
a. Bach, Beethoven, Mussorgsky, Earth & Fire, Deep Purple, The Who, Sweet, Nektar,
Queen, Genesis, Pink Floyd, ELP, Yes, The Beatles, Mahavishnu Orchestra, Guru Guru,
Gong, Jeff Beck, Tangerine Dream, Focus, Brand X!
Es fiel ihm nicht schwer, mit 15 Jahren autodidaktisch die Gitarre und das Schlagzeug zu
erlernen, um dann mit 16 Jahren in eine frisch gegründete Band als Schlagzeuger und
Sänger einzusteigen. Zwischen den Musikern entstand eine Symbiose, die Chemie
stimmte und sie komponierten und texteten selbst. Und das war für Ralph immer ein
wichtiges Kriterium. Feeling ist wichtiger als Technik. Und wenn beides vorhanden ist,
dann ist es das schönste Geschenk. Auftritte folgten. Die Musiker und der Bandname
wechselten im Laufe der Jahre und Ralphs musikalische Erfahrungen im Live- und
Studiobereich nahmen stetig zu.
Durch den frühen Tod seines Vaters fühlte er sich verpflichtet, im Alter von 23 Jahren den
Medienvertrieb seiner Eltern zu übernehmen, wodurch seine Pläne, Musik zu studieren,
scheiterten. So übte er 15 Jahre lang eine Tätigkeit aus, die ihn nicht wirklich erfüllte und
trotz Erfolgs krank und unglücklich machte. Der Wunsch, Musiker zu werden, blieb immer
erhalten.
Über einige Umwege bestand 2008 für Ralph endlich die Möglichkeit, wieder seinem
„Stern“ zu folgen und sich als professioneller Musiker zu verwirklichen. Er spielte
mittlerweile vorrangig Bassgitarre, sang und bediente die Percussion. Er gründete eine
kleine mobile Musikschule, spielte im norddeutschen Raum in verschiedenen
Bandprojekten und organisierte Musik- und Bandworkshops mit.
Sein Herzblut gehört allerdings Papergrass, die er führend mit ins Leben rief.
Seit 2015 konzentriert er sich nur noch darauf. Nach einigen personellen Umbesetzungen
haben Oliver Toth und Ralph 2024 entschieden, Papergrass zunächst zu zweit
weiterzuführen. Eine wunderbare Fügung brachte Kristina Selinski und Marko Hilmert mit
in die Band. Folglich besteht Papergrass inzwischen aus vier Mitgliedern.
Als Komponist, Texter, Sänger, Bassist, Perkussionist und Moderator fließt Ralphs ganze
Energie in diese Space-Rock-Band.
Seine ganze Energie? Nein!!!
Nebenbei schreibt er gerade an einem mehrteiligen fiktiven Roman mit historischem
Hintergrund …